Kurzes Update.
Ich habe mich der Galerie angenommen, sie ist jetzt deutlich sortierter und größer, sollte jetzt schöner zu bedienen sein und schöner zu begucken sein. Wird jetzt auch immer konstant aktualisiert mit neuen Bildern.
Außerdem noch mein Plan für diesen Blog:
Je nach Möglichkeit und Zeit wird es jede Woche zwei Posts geben. Einmal den wöchentlichen Bericht über alles das was mir so bei der Arbeit passiert ist und was ich erzählen will, zu erkennen an der Nummerierung. Jede Woche eine Nummer, also Woche 1 ist #01 und so weiter. Klar so weit? Gut. Außerdem wird es noch einen zusätzlichen Post geben, zum Beispiel über ein besonderes Erlebnis, eine kurze Geschichte, der ich mehr Aufmerksamkeit widmen will, oder sonstige Sachen, wie der "Missen und nicht missen wollen"-Artikel. Ich behalte mir vor bei Zeitmangel diesen Plan nicht einzuhalten, aber so ungefähr will ich es schaffen. :)
Das Leben eines jungen Abiturienten im fernen Osten!
Mittwoch, 27. August 2014
Holiday #04-05 Sightseeing and other stuff
Nach drei Wochen Summerschool war sie dann vorbei und für uns gingen die Sommerferien los. Zwei Wochen Freizeit, tun und lassen was wir wollen und unsere Möglichkeiten genießen. Der oberste und wichtigste Punkt auf der Agenda war ganz klar: Entspannen. Die Summerschool war zwar ziemlich relaxed, aber trotzdem, Ferien sind da um auszuschlafen und sich Zeit zu nehmen. Das haben wir auf jeden Fall auch gemacht. Vor 12 ging es nur aus dem Bett, wenn ein größerer Trip anstand.
Am ersten Montagabend haben wir uns den Hafen hier in Kobe angeschaut. Ich kann die ganzen schönen Bilder nicht hier im Post unterbringen, sie werden aber in der Galerie zu finden sein. Der Hafen ist am Tag ganz nett anzusehen, sehr geschäftig, mit vielen Läden und Einkaufsmöglichkeiten, wenn man Klamotten shoppen möchte oder sein Geld sonstig in großen Mengen loswerden will, ist man hier auf jeden Fall richtig, seinen richtigen Reiz entfaltet er aber ab der Abenddämmerung. Der beleuchtete Kobe Tower, das Riesenrad, die großen Hotels verwandeln den Hafen in ein prächtiges Meer aus Farben. Ganz besonders gut hat mir ein Platz gefallen der direkt vor einen Hotel liegt. Abgeschottet von dem Trubel am Pier, zwischen Bäumen und Rasenflächen kann man hier sitzen und dem bunt beleuchtetem Wasserspiel eines Brunnens zusehen. In der Dämmerung und im Dunkeln unglaublich schön und entspannt. Hier werde ich auf jeden Fall nicht zum letzten Mal gewesen sein. Nach einer kleinen Einkaufstour, ich brauchte eindeutig noch eine kurze Hose, und dem genießen des Abends sind wir dann wieder nach Hause gelaufen, der Hafen liegt gerade mal 10 Gehminuten vom Sharehouse entfernt.
Wir haben es uns natürlich nicht nehmen lassen einige Tage später nochmal wieder zu kommen, diesmal später, sodass es schon wirklich dunkel war. Diesmal ging es auch auf den Kobe Tower, von dem man eine beeindruckende Sicht über die Skyline Kobes und den Hafen hat. Im Dunkeln und von oben ist es einfach beeindruckend schön. Der Hafen ist sowieso genial. Wenn man nichts besonderes vor hat, macht es auch einfach Spaß sich abends an den Pier zu setzen und zu genießen. Es ist genial einen solchen Platz quasi direkt vor der Haustür zu haben. Kobe mag zwar groß und chaotisch wirken, ist aber auch eine wirklich schöne Stadt. Nicht überfüllt von Touristen wie Tokyo oder Kyoto, aber dennoch mit vielen spannenden Sachen zu sehen und zu erleben. Ich kann es nur empfehlen.
Aber den Hafen war natürlich nicht das Einzige, was wir uns in den zwei Wochen die wir frei hatten angesehen haben. Wie gesagt, wir sind es eher ruhig angegangen und haben nicht so viele große Sachen unternommen, Kyoto und Tokyo stehen noch auf der Liste, aber man kann sich auch viele Sachen hier in der Umgebung ansehen.
Zum Beispiel gibt es hier in Kobe einige Shinto-Schreine. Alles zu Fuß erreichbar. Die Schreine sind nicht nur schön anzusehen, nein, man kann auch für die verschiedensten Sachen beten und die Götter um Hilfe bitten, ob es um gute Noten in der Schule, Glück in der Liebe und Beziehung, die Mehrung des persönlichen Reichtums oder ein gesundes Leben geht, für alles gibt es einen passenden Schrein und Gott. Und das Beten ist dazu noch einfach: eine beliebige Summe Geld in den vorgesehenen Behälter werfen (je mehr man den Göttern gibt, desto wahrscheinlicher erfüllt sich wahrscheinlich das Gebet), sich verbeugen, in die Hände klatschen und sich wieder verbeugen, sowie einmal an der großen Glocke bimmeln. Mein Gebet hat sich übrigens nicht erfüllt, vielleicht waren die Götter mit meiner doch eher kleinen Spende nicht zufrieden.
Wir haben uns zwei verschiedene Schreine angeguckt, einen mitten in der Stadt, hier gab es noch einen schönen Park oben drauf und einen am Berg, hier gab es noch eine geniale Aussicht über die Stadt dazu. Im traditionell japanischen Stil sind die Schreine auf jeden Fall ein Hingucker und natürlich sowieso Pflicht in jedem halbgaren Kulturprogramm. Der Schrein am Berg war leider gerade am schließen als wir angekommen sind, wir mussten also recht schnell wieder gehen, er lag aber mitten im Kitano-Viertel, in dem es "Ausländerhäuser" zu bestaunen gibt. Das Viertel erinnert etwas daran wie man sich die Hollywood Hills vorstellt, zumindest so wie man es tut, wenn man amerikanische Spielfilme guckt und es gibt zusätzlich noch viele klassische länderorientierte Häuser, zum Beispiel klassische mediterrane Bauten, oder auch klassische deutsche Fachwerkkonstruktionen. Schönes Viertel, wenn auch durch die permanente Steigung etwas anstrengend zu durchwandern.

Eine weitere spannende Sehenswürdigkeit in Kobe wartet direkt hinter dem geschäftigen Shin-Kobe Bahnhof, an dem die Shinkansen Schnellzüge Menschen ins ganze Land verteilen. Wenn man unter dem Bahnhof hindurch geht, gerät man auf einen Pfad, der in die Berge hinauf führt. Für eine kleine Wandertour gewappnet haben wir uns also auf den Weg gemacht. Nach hunderten Stufen, auf denen man ganz bestimmt nicht stolpern und fallen will, kommt man schließlich am Ziel der Begierde an: ein Wasserfall, der aus Bergen in die tiefe stürzt. Vielleicht nicht der höchste Wasserfall den man je gesehen hat, aber ein solch idyllisches Plätzchen erwartet man nicht direkt hinter dem immer beschäftigten Bahnhof. Auch hier kann man sich einfach mal hinsetzen, sich von den leichten Tropfen abkühlen lassen und die Natur genießen, die hier übrigends überall sehr laut ist. Aber nach einer Weile gewöhnt man sich an der immerwährende, sehr laute Gezirpe der Zikaden. Der Wasserfall ist aber nicht das finale Ziel dieser Reise, man kann den Berg noch weiter erklimmen. Ganz oben waren wir nicht, dazu war es uns zu heiß, aber bis zu einer Aussichtsplattform sind wir noch gekommen, von der man, es wird langsam zur Gewohnheit, eine beeindruckende Aussicht über die Bucht von Kobe hat. Hier sollte ich unbedingt auch nochmal nach Sonnenuntergang herkommen, um die Aussicht noch etwas beeindruckender sein zu lassen.
Das war es erst mal für Kobe, in unserer freien Zeit haben wir auch viel am Commonroom gearbeitet, dessen Renovierung nun endlich abgeschlossen ist, man kann nun hier auch endlich kochen und gemütlich sitzen, was wir natürlich auch schon getan haben und tun. Aber unseren Trip nach Osaka kann ich noch hinzufügen, der bestimmt auch nicht der letzte war.
Wir haben uns also "früh" am morgen in den Zug gesetzt und sind rüber nach Osaka gefahren, um uns ein paar der dortigen Sehenswürdigkeiten und die Stadt an sich anzuschauen. Osaka und Kobe sind quasi in einander verschmolzen, die Zugfahrt hat also nicht so lange gedauert und mittags waren wir in Osaka. Erstes Ziel: Das Sky Building. Osakas größten und architektonisch beeindruckendstes Gebäude, von dessen Aussichtsplattform man, Achtung!, eine unglaubliche Aussicht über die Stadt genießen kann. (Warnung, das war noch nicht die letzte Aussicht) In der Galerie werden hier auch bald mehr Bilder auftauchen und auch hier werde ich irgendwann nochmal nach Sonnenuntergang wieder kommen müssen, aber das steht sowieso auf dem Plan, Osaka ist noch nicht komplett erobert.
Auf dem Weg durch die Stadt, ebenso so sauber wie Kobe, aber deutlich größer und moderner, in der Innenstadt finden sich fast nur gigantische Glasbauten, sind wir durch den Rosengarten der Teil eines Parks ist gelaufen. Der Park liegt auf einer Insel und liefert in seiner Stille und mit seinem Grün einen schönen Kontrast zur lauten, grauen Stadt jenseits des Wassers. Leider standen die Rosen nicht in ihrer Blüte, nur einige wenige Blüten waren zu finden, aber auch so hat mir das kleine Stückchen Grün sehr gut gefallen. Würde ich in Osaka leben würde ich hier regelmäßig zum relaxen und entspannen herkommen. Vielleicht schaffen wir es ja nächstes Jahr die Rosenblüte zu erleben.
Nach einem längeren Marsch durch die Stadt sind wir dann endlich beim Hauptziel unserer Städtewanderung angekommen: der Osaka-Jo, einer mittelalterlichen Burg in einem großen Park mitten in Osaka. Entstanden im 16ten Jahrhundert, das Fundament in Granit geschlagen, als unzerstörbare Festung Osakas. Einige Zeit später dann zerstört, tja, man sollte seine Burgen niemals als "unzerstörbar" anpreisen, das lockt zu viele Feinde an (okay, wollen wir fair bleiben, das meiste ist durch einen Blitzeinschlag abgebrannt, trotzdem wurde die Burg mehrfach eingenommen und erobert) und im 20ten Jahrhundert dann wieder erneut errichten und restauriert. Der Park allein hatte schon was, die Burg war aber wirklich beeindruckend. Drinnen gab es ein Museum, in dem man viel über die kriegerische Geschichte des Bauwerkes lernen konnte und in dem es zum Glück auch englische Erläuterungen gab. Ganz oben gab es, wie kann es anders ein, eine Aussichtsplattform, auf der wir die finale schöne Aussicht über Osaka genießen konnten. (so das war es echt) Ich bin ein Fan von Aussichten und der Wind war angenehm kühl, es ist nämlich immer noch echt saumäßig warm, hoffentlich beginnt es im September endlich etwas abzukühlen. Den Rückweg haben wir uns dann gespart, zu warm, und haben die Bahn direkt von der Burg genommen, wieder zurück nach Kobe. Es gibt noch mehr zu sehen in Osaka, das sollte also nicht der letzte Besuch gewesen sein. Außerdem stehen auf jeden Fall noch Nara und Kyoto auf dem Plan, die auch in Tagestripabstand liegen.
Bevor ich aufhöre zu schreiben will ich noch eine kleine nette Story teilen:
Wir waren an einem Abend Sushi essen in einem Restaurant in der Nähe von unserem Sharehouse. Wir gehen also rein, bekommen einen Tisch zugewiesen, bestellen und denken uns nichts Böses. Am Tisch neben uns saß eine japanische Familie, mit Großvater, Mutter, Vater und kleinem Kind. Unser Essen ist gekommen und auf einmal kam ein Kellner/Koch, der uns vorher nicht bedient hatte und stellt uns ein Gericht auf den Tisch, das wir nicht bestellt hatten. Wir waren zuerst mal verwundert, ob er uns etwas falsches gebracht hat. Auf seine Frage ob wir Japanisch sprechen und meine Antwort "ein bisschen" hat er uns dann auf Englisch erklärt, dass das Essen ein Geschenk vom Nachbartisch sei. Wir haben uns natürlich überschwänglich bedankt und haben uns gewundert wieso. Der Großvater hatte uns wohl Deutsch sprechen hören und fand es toll junge Leute mit Interesse an Japan und japanischer Kultur zu sehen, oder so ähnlich, und dachte sich dann, er gibt uns mal einen aus. Es hat sehr lecker geschmeckt, vielen Dank an diese nette Familie an dieser Stelle, ich sag es ja, Japaner sind einfach nette Menschen ;)
Bleibt am Ball, ich update die Tage noch die Galerie und schreibe den Bericht vom GP Kobe, dem Magic Turnier an dem ich am letzten Ferienwochenende war, wenn es jemanden interessiert :)

Am ersten Montagabend haben wir uns den Hafen hier in Kobe angeschaut. Ich kann die ganzen schönen Bilder nicht hier im Post unterbringen, sie werden aber in der Galerie zu finden sein. Der Hafen ist am Tag ganz nett anzusehen, sehr geschäftig, mit vielen Läden und Einkaufsmöglichkeiten, wenn man Klamotten shoppen möchte oder sein Geld sonstig in großen Mengen loswerden will, ist man hier auf jeden Fall richtig, seinen richtigen Reiz entfaltet er aber ab der Abenddämmerung. Der beleuchtete Kobe Tower, das Riesenrad, die großen Hotels verwandeln den Hafen in ein prächtiges Meer aus Farben. Ganz besonders gut hat mir ein Platz gefallen der direkt vor einen Hotel liegt. Abgeschottet von dem Trubel am Pier, zwischen Bäumen und Rasenflächen kann man hier sitzen und dem bunt beleuchtetem Wasserspiel eines Brunnens zusehen. In der Dämmerung und im Dunkeln unglaublich schön und entspannt. Hier werde ich auf jeden Fall nicht zum letzten Mal gewesen sein. Nach einer kleinen Einkaufstour, ich brauchte eindeutig noch eine kurze Hose, und dem genießen des Abends sind wir dann wieder nach Hause gelaufen, der Hafen liegt gerade mal 10 Gehminuten vom Sharehouse entfernt.
Wir haben es uns natürlich nicht nehmen lassen einige Tage später nochmal wieder zu kommen, diesmal später, sodass es schon wirklich dunkel war. Diesmal ging es auch auf den Kobe Tower, von dem man eine beeindruckende Sicht über die Skyline Kobes und den Hafen hat. Im Dunkeln und von oben ist es einfach beeindruckend schön. Der Hafen ist sowieso genial. Wenn man nichts besonderes vor hat, macht es auch einfach Spaß sich abends an den Pier zu setzen und zu genießen. Es ist genial einen solchen Platz quasi direkt vor der Haustür zu haben. Kobe mag zwar groß und chaotisch wirken, ist aber auch eine wirklich schöne Stadt. Nicht überfüllt von Touristen wie Tokyo oder Kyoto, aber dennoch mit vielen spannenden Sachen zu sehen und zu erleben. Ich kann es nur empfehlen.Aber den Hafen war natürlich nicht das Einzige, was wir uns in den zwei Wochen die wir frei hatten angesehen haben. Wie gesagt, wir sind es eher ruhig angegangen und haben nicht so viele große Sachen unternommen, Kyoto und Tokyo stehen noch auf der Liste, aber man kann sich auch viele Sachen hier in der Umgebung ansehen.
Zum Beispiel gibt es hier in Kobe einige Shinto-Schreine. Alles zu Fuß erreichbar. Die Schreine sind nicht nur schön anzusehen, nein, man kann auch für die verschiedensten Sachen beten und die Götter um Hilfe bitten, ob es um gute Noten in der Schule, Glück in der Liebe und Beziehung, die Mehrung des persönlichen Reichtums oder ein gesundes Leben geht, für alles gibt es einen passenden Schrein und Gott. Und das Beten ist dazu noch einfach: eine beliebige Summe Geld in den vorgesehenen Behälter werfen (je mehr man den Göttern gibt, desto wahrscheinlicher erfüllt sich wahrscheinlich das Gebet), sich verbeugen, in die Hände klatschen und sich wieder verbeugen, sowie einmal an der großen Glocke bimmeln. Mein Gebet hat sich übrigens nicht erfüllt, vielleicht waren die Götter mit meiner doch eher kleinen Spende nicht zufrieden.
Wir haben uns zwei verschiedene Schreine angeguckt, einen mitten in der Stadt, hier gab es noch einen schönen Park oben drauf und einen am Berg, hier gab es noch eine geniale Aussicht über die Stadt dazu. Im traditionell japanischen Stil sind die Schreine auf jeden Fall ein Hingucker und natürlich sowieso Pflicht in jedem halbgaren Kulturprogramm. Der Schrein am Berg war leider gerade am schließen als wir angekommen sind, wir mussten also recht schnell wieder gehen, er lag aber mitten im Kitano-Viertel, in dem es "Ausländerhäuser" zu bestaunen gibt. Das Viertel erinnert etwas daran wie man sich die Hollywood Hills vorstellt, zumindest so wie man es tut, wenn man amerikanische Spielfilme guckt und es gibt zusätzlich noch viele klassische länderorientierte Häuser, zum Beispiel klassische mediterrane Bauten, oder auch klassische deutsche Fachwerkkonstruktionen. Schönes Viertel, wenn auch durch die permanente Steigung etwas anstrengend zu durchwandern.
Eine weitere spannende Sehenswürdigkeit in Kobe wartet direkt hinter dem geschäftigen Shin-Kobe Bahnhof, an dem die Shinkansen Schnellzüge Menschen ins ganze Land verteilen. Wenn man unter dem Bahnhof hindurch geht, gerät man auf einen Pfad, der in die Berge hinauf führt. Für eine kleine Wandertour gewappnet haben wir uns also auf den Weg gemacht. Nach hunderten Stufen, auf denen man ganz bestimmt nicht stolpern und fallen will, kommt man schließlich am Ziel der Begierde an: ein Wasserfall, der aus Bergen in die tiefe stürzt. Vielleicht nicht der höchste Wasserfall den man je gesehen hat, aber ein solch idyllisches Plätzchen erwartet man nicht direkt hinter dem immer beschäftigten Bahnhof. Auch hier kann man sich einfach mal hinsetzen, sich von den leichten Tropfen abkühlen lassen und die Natur genießen, die hier übrigends überall sehr laut ist. Aber nach einer Weile gewöhnt man sich an der immerwährende, sehr laute Gezirpe der Zikaden. Der Wasserfall ist aber nicht das finale Ziel dieser Reise, man kann den Berg noch weiter erklimmen. Ganz oben waren wir nicht, dazu war es uns zu heiß, aber bis zu einer Aussichtsplattform sind wir noch gekommen, von der man, es wird langsam zur Gewohnheit, eine beeindruckende Aussicht über die Bucht von Kobe hat. Hier sollte ich unbedingt auch nochmal nach Sonnenuntergang herkommen, um die Aussicht noch etwas beeindruckender sein zu lassen.Das war es erst mal für Kobe, in unserer freien Zeit haben wir auch viel am Commonroom gearbeitet, dessen Renovierung nun endlich abgeschlossen ist, man kann nun hier auch endlich kochen und gemütlich sitzen, was wir natürlich auch schon getan haben und tun. Aber unseren Trip nach Osaka kann ich noch hinzufügen, der bestimmt auch nicht der letzte war.
Wir haben uns also "früh" am morgen in den Zug gesetzt und sind rüber nach Osaka gefahren, um uns ein paar der dortigen Sehenswürdigkeiten und die Stadt an sich anzuschauen. Osaka und Kobe sind quasi in einander verschmolzen, die Zugfahrt hat also nicht so lange gedauert und mittags waren wir in Osaka. Erstes Ziel: Das Sky Building. Osakas größten und architektonisch beeindruckendstes Gebäude, von dessen Aussichtsplattform man, Achtung!, eine unglaubliche Aussicht über die Stadt genießen kann. (Warnung, das war noch nicht die letzte Aussicht) In der Galerie werden hier auch bald mehr Bilder auftauchen und auch hier werde ich irgendwann nochmal nach Sonnenuntergang wieder kommen müssen, aber das steht sowieso auf dem Plan, Osaka ist noch nicht komplett erobert.
Auf dem Weg durch die Stadt, ebenso so sauber wie Kobe, aber deutlich größer und moderner, in der Innenstadt finden sich fast nur gigantische Glasbauten, sind wir durch den Rosengarten der Teil eines Parks ist gelaufen. Der Park liegt auf einer Insel und liefert in seiner Stille und mit seinem Grün einen schönen Kontrast zur lauten, grauen Stadt jenseits des Wassers. Leider standen die Rosen nicht in ihrer Blüte, nur einige wenige Blüten waren zu finden, aber auch so hat mir das kleine Stückchen Grün sehr gut gefallen. Würde ich in Osaka leben würde ich hier regelmäßig zum relaxen und entspannen herkommen. Vielleicht schaffen wir es ja nächstes Jahr die Rosenblüte zu erleben.
Nach einem längeren Marsch durch die Stadt sind wir dann endlich beim Hauptziel unserer Städtewanderung angekommen: der Osaka-Jo, einer mittelalterlichen Burg in einem großen Park mitten in Osaka. Entstanden im 16ten Jahrhundert, das Fundament in Granit geschlagen, als unzerstörbare Festung Osakas. Einige Zeit später dann zerstört, tja, man sollte seine Burgen niemals als "unzerstörbar" anpreisen, das lockt zu viele Feinde an (okay, wollen wir fair bleiben, das meiste ist durch einen Blitzeinschlag abgebrannt, trotzdem wurde die Burg mehrfach eingenommen und erobert) und im 20ten Jahrhundert dann wieder erneut errichten und restauriert. Der Park allein hatte schon was, die Burg war aber wirklich beeindruckend. Drinnen gab es ein Museum, in dem man viel über die kriegerische Geschichte des Bauwerkes lernen konnte und in dem es zum Glück auch englische Erläuterungen gab. Ganz oben gab es, wie kann es anders ein, eine Aussichtsplattform, auf der wir die finale schöne Aussicht über Osaka genießen konnten. (so das war es echt) Ich bin ein Fan von Aussichten und der Wind war angenehm kühl, es ist nämlich immer noch echt saumäßig warm, hoffentlich beginnt es im September endlich etwas abzukühlen. Den Rückweg haben wir uns dann gespart, zu warm, und haben die Bahn direkt von der Burg genommen, wieder zurück nach Kobe. Es gibt noch mehr zu sehen in Osaka, das sollte also nicht der letzte Besuch gewesen sein. Außerdem stehen auf jeden Fall noch Nara und Kyoto auf dem Plan, die auch in Tagestripabstand liegen.Bevor ich aufhöre zu schreiben will ich noch eine kleine nette Story teilen:
Wir waren an einem Abend Sushi essen in einem Restaurant in der Nähe von unserem Sharehouse. Wir gehen also rein, bekommen einen Tisch zugewiesen, bestellen und denken uns nichts Böses. Am Tisch neben uns saß eine japanische Familie, mit Großvater, Mutter, Vater und kleinem Kind. Unser Essen ist gekommen und auf einmal kam ein Kellner/Koch, der uns vorher nicht bedient hatte und stellt uns ein Gericht auf den Tisch, das wir nicht bestellt hatten. Wir waren zuerst mal verwundert, ob er uns etwas falsches gebracht hat. Auf seine Frage ob wir Japanisch sprechen und meine Antwort "ein bisschen" hat er uns dann auf Englisch erklärt, dass das Essen ein Geschenk vom Nachbartisch sei. Wir haben uns natürlich überschwänglich bedankt und haben uns gewundert wieso. Der Großvater hatte uns wohl Deutsch sprechen hören und fand es toll junge Leute mit Interesse an Japan und japanischer Kultur zu sehen, oder so ähnlich, und dachte sich dann, er gibt uns mal einen aus. Es hat sehr lecker geschmeckt, vielen Dank an diese nette Familie an dieser Stelle, ich sag es ja, Japaner sind einfach nette Menschen ;)
Bleibt am Ball, ich update die Tage noch die Galerie und schreibe den Bericht vom GP Kobe, dem Magic Turnier an dem ich am letzten Ferienwochenende war, wenn es jemanden interessiert :)
Freitag, 15. August 2014
Missen und nicht missen wollen...
Seit ich in Japan bin sind mir so einige Dinge eingefallen die ich aus Deutschland vermisse, aber es ist mir auch so einiges anderes aufgefallen, was ich aus Japan vermissen werde, wenn ich wieder zurück nach Deutschland komme. Hier eine kleine Übersicht:
Ich vermisse...
- Das Leitungswasser. Ernsthaft, man lernt die einfach Dinge zu schätzen, wenn man sie nicht mehr hat. Natürlich gibt es in Japan frisches, sauberes Wasser aus dem Wasserhahn, aber vom Geschmack kommt das nicht das unser gutes, deutsches Leitungswasser heran. Das deutsche Leitungswasser schmeckt, nun ja, nach Wasser. Kein Beigeschmack, einfach frisches und genießbares Wasser. Hier in Japan muss man für leckeres Wasser schon in den Supermarkt gehen und sich Wasser in Flaschen kaufen. Das Leitungswasser schmeckt nach Chlor, nicht übertrieben schlimm, aber selbst aus Filterwasserhähnen hat man diesen chlorigen Beigeschmack. "Buah", denkt sich da der Deutsche in mir. Auch beim Duschen ist es nervig, die Augen brennen etwas, nicht schlimm, aber lieber habe ich das deutsche Wasser, in Zukunft werde ich es mehr zu schätzen wissen.
- Die Türrahmen. Es ist eine Qual und ich weiß nicht, ob es an meinem Share-House liegt, oder es ein generelles Ding in Japan ist, aber in den drei Wochen die ich hier bin als ich diese Worte verfasse, kann ich schon nicht mehr mitzählen wie oft ich mir meinen Schädel an den viel zu niedrigen Türrahmen gestoßen habe. Dabei sind die Japaner meiner Beobachtung nach nicht einmal so viel kleiner als wir Europäer. Dazu kommen dann noch die Schwellen, die den Bereich von Draußen-, Haus- und Toilettenschuhen begrenzen, die die Türrahmen indirekt noch niedriger machen. Autsch!
- Die öffentlichen Mülleimer. Es gibt keine, oder so gut wie keine öffentlichen Mülleimer auf den japanischen Straßen, man muss seinen Müll immer mit sich herum und bis nach Hause schleppen. Wenn dann doch mal irgendwo einer steht, dann ist das eine Rarität. Als ich mit Kathleen den Weg zu ihrer Fernbusstation gesucht habe, haben wir uns gemerkt, dass wir am Mülleimer links abbiegen müssen. In Deutschland wäre diese Information nichts wert, hier ist ein Mülleimer eine richtiger Meilenstein.
- Ampelphasen. Ja, richtig gelesen: Ampelphasen. Die Ampelphasen hier sind einfach ätzend lang. Es bringt einem herzlich wenig, dass sie Ampeln gefühlte 10 Minuten auf grün sind, wenn man nur wenige Sekunden braucht um die Straße zu überqueren, da reichen eben diese paar Sekunden grün, und wenn man vor einer roten Ampel steht, dann wird es richtig ätzend. Es werden bestimmt am Ende einige Tage sein, die ich insgesamt vor Ampeln gewartet habe.
Ich möchte nicht missen...
- Die Menschen. Die Menschen in Japan sind tatsächlich alle sehr freundlich und zuvor kommend, das merkt man wirklich. Ich kann nicht einmal genau konkrete Beispiele nennen, aber jeder ist einfach freundlich und zuvor kommend, nicht so wie in Deutschland, wo man von den meisten nur schief an geguckt wird, wenn man verloren aussieht, einem die Tür vor der Nase zugedrückt wird und man beim Gehen auf dem Fußweg an gerempelt wird. Und wenn es doch mal zu einem Missgeschick oder Unachtsamkeit kommt, dann entschuldigt man sich gleich und überschwänglich, was man in Deutschland auch nicht wirklich oft sieht.
- Die Bahn. Eine Verspätung von 5 Minuten ist zum einen schon eine Rarität, zum anderen wird sie groß angesagt und der Zug kommt dann auch tatsächlich nur 5 Minuten zu spät und keine 15-20, während man als Pendler in Deutschland jeden morgen bangen muss, ob überhaupt mal ein Zug nicht ausfällt. "Oh, es ist eine Schneeflocke gefallen, lasst uns alle Züge absagen!" - Deutsche Bahn. "Es gab ein Erdbeben von 7,5 auf der Richterskala, unser Zug kommt zwei Minuten zu spät, setzt alles dran die Zeit einzuholen!" - Japan Railways
- Das Essen. Ich mag zwar das deutsche Essen und vermisse es auch irgendwo, zumindest ein gutes deutsches Brot zum Beispiel, aber ich bin mir sicher, dass ich die japanische Küche vermissen werde, wenn ich zurück in Deutschland. Ramen ist der Wahnsinn und all die anderen Gerichte mit einer Menge Reis, Ei, Nudel, Meeresfrüchten, das ganze nochmal frittiert, sind einfach nur köstlich. Ich stehe total auf japanische Küche. Ich meine es gibt hier kein Rühr- oder Spiegelei, nein, das wäre ja viel zu einfach, das Ei wird dünn ausgestrichen und dann mehrfach gefaltet. Man kann es sich natürlich auch unnötig schwer machen, aber meiner Meinung nach ist es so viel besser als gerührt oder gespiegelt.
- Fruchtsäfte. In Japan gibt es einfach eine gewaltige Auswahl an leckeren Fruchtsäften und fruchtigen Softdrinks, wie man sie in Deutschland nicht hat. Zudem gibt es alle 5 Meter einen Getränkeautomat, ich habe noch nie erlebt, dass etwas vergriffen war, bei denen man sich eben dieser Auswahl bedienen kann. Wo ist Fanta-Weintraube in Deutschland? Wo sind der Pfirsichnektar und Nashibirnensaft, die man hier an jeder Straßenecke bekommt?
Dienstag, 12. August 2014
Work and Weekend #03 Volles Programm
Neu! Jetzt auch ohne eingeschobene Absätze und mit zusammenhängedem Text!
Die dritte und letzte Woch der Summerschool hatte es in sich, hat aus diesem Grund aber auch am meisten Spaß gemacht.
Am Dienstag ging es in das Suma Aquarium, in dem man die verschiedesten Meereskreaturen bestaunen konnte. Haie, Krabben, alle möglichen Arten von Fischen, Hummer, Quallen und natürlich mein Favorit: Schildkröten! Die konnte man in einem speziellen Gehege sogar streicheln, dort habe ich allerdings als verantwortungsbewusster Erwachsener den Kindern den Vortritt gelassen und mich zurück gehalten. Man ist ja schließlich Lehrer/Erzieher und nicht mehr Teil der Verantwortungsbedürftigen. Highlight des Tages war ganz klar die Delfinshow. Klar, eigentlich Tierquälerei, aber ich wollte nicht den Moralapostell raushängen lassen und habe die Show an diesem Tag einfach mal genossen. War schon beeindruckend was für Tricks die Delfine drauf hatten, bis zu 50 verschiedene Signale können sie erkennen und verstehen. Wir saßen relativ weit hinten und seitlich, das war aber sehr gut, die Delfine haben die Personen, die vorne in der Mitte saßen nicht nur nass gespritzt, die wurden gerade zu geflutet. Da war ich recht glücklich über unseren trockenen Platz :) Es hat zwar viel Spaß gemacht durch das Auqarium zu ziehen, war aber auch echt anstrengend, denn zum Einen fande ich es recht voll und zum Anderen hatte ich das Gefühl irgendjemand hätte den Kindern Koffein ins Frühstück gekippt. Gerade auf der Busfahrt hin und zurück waren sie wirklich ziemlich laut und zappelig. Nachmittags im Schulbus waren sie dann zum Glück wieder eher erschöpft und haben sich eher ruhig verhalten.
Die letzten drei Tage der Summerschool standen im Kindergarten ganz im Zeichen der Piraterie. Wir haben Piratenhüte und Pirattenschiffe gebastelt, letzter waren leider nicht schwimmfähig, auch wenn wir ewig versucht haben sie irgendwie zum Schwimmen zu bringen. Die Ende der Woche und der letzte Tag der Summerschool wurde dann in einer Schatzsuche und einer Wasserbombenschlacht gekrönt. Die Kinder wurden von Hinweisen von einem Raum in der nächsten geschickt, bis sie alle Teile der Schatzkarte zusammen gesammelt hatten, die sie dann zum Sandkasten lotse, in der Laura und ich zuvor zwei Schatzkisten vergraben hatten. Feierlich wurden der Schatz, Süßigkeiten, dann unter den Piraten aufgeteilt. Nach dem Wasserbombenscharmützel auf dem Schulhof sind wir dann wie jeden Nachmittag (an dem das Wetter es zugelassen hat) schwimmen gegangen und am letzten Tag habe auch ich es mir nicht nehmen lassen mit den Kindern im seichten Wasser zu planschen. Leider mussten wir wegen des aufziehenden Taifuns und einer nahenden Regenfront schon vorzeitig wieder zurück zur Schule.
Als die Kindern dann gegangen waren und der Bus mich wieder zurück zur Schule gebracht hatte, saßen die Lehrer noch in der Schule zusammen, haben etwas getrunken, Snacks gegessen und geplaudert. Alle Kollegen sind echt nett und es hat viel Spaß gemacht, auch wenn ich mit meinen 19 Jahren mit deutlich der Jüngste bin. Als es dann nach Hause ging hatte der Regen begonnen richtig loszulegen und ich hatte natürlich keinen Schirm dabei. An der Schule gibt es eine Menge herrenloser Schirme und Chris, während der Summerschool quasi mein Boss, meinte wir könnten uns da gerne bedienen. Fast hätte ich einen einfachen schwarzen Schirm genommen, da meinte Chris: "Why not a pink one?" Ich darauf nur: "Good call!" und bin also mit einem pink gemusterten Kinderschirm abends durch den Regen gelaufen. Muss ein herrlicher Anblick gewesen sein. Manchmal kann ich mich einfach nicht ernst nehmen :D
Am Freitagabend wollten wir dann endlich mal einen Club unsicher machen, haben den Club der uns empfohlen wurde dann auch irgendwann gefunden, nur gab es ein winziges Problem. Ich bin zu jung :( Am Eingang wurden IDs kontrolliert und der Einlass war nur 20+. Tja, ich wolte den anderen nicht den Abend versauen und es war okay für mich wenn sie ohne mich in den Club gehen. Immerhin bin ich so zu einem schönen Spaziergang durch den sommerlich warmen Taifunregen gekommen. War wirklich schön :)
Am Samstag hieß es Abends dann Party, Bonnie geht bald zurück nach Amerika und es gab noch eine Abschiedsparty. Kurz zusammengefasst: Alkohol, eine Menge interessanter Leute, einige Tränen und eine Meinge Spaß. Das beste des Abends allerdings: Als sich gegen drei Uhr nachts die Party dann aufzulösen begann, sind wir mit der Share-House-Truppe noch Ramen essen geganen. Ramen schmecken ja so schon gut, aber nachts um drei und leicht beschwipst sind sie nochmal eine Stufe besser :D
Sonntags bin ich dann zum M15 Gameday gegangen, ein Magictunier. Leider habe ich verloren, ziemlich deutlich sogar, aber trotzdem hatte ich eine Menge Spaß, es geht ja schließlich um den Spaß und nicht um den Sieg. Und die schicke GameDay Promokarte haben eh alle bekommen :) Die Leute waren nett und ich konnte mich mit einigen sogar ansatzweise verständigen. Demnächst ist der GP Kobe, ein richtig großes, professionelles Tunier. Ich bin mir noch nicht sicher ob ich da hingehe, das wurde nochmal eine mittelgroße Investion sein, billig wäre es nicht, aber Lust hätte ich auf jeden Fall.
Von Montag, also gestern, werde ich später erzählen, ich kann nur schonmal sagen, dass der Hafen hier in Kobe unglaublich schön sein kann :)
Die dritte und letzte Woch der Summerschool hatte es in sich, hat aus diesem Grund aber auch am meisten Spaß gemacht.
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| Schildkröten! Fast so gut wie Schnabeltiere ;) |
Am Dienstag ging es in das Suma Aquarium, in dem man die verschiedesten Meereskreaturen bestaunen konnte. Haie, Krabben, alle möglichen Arten von Fischen, Hummer, Quallen und natürlich mein Favorit: Schildkröten! Die konnte man in einem speziellen Gehege sogar streicheln, dort habe ich allerdings als verantwortungsbewusster Erwachsener den Kindern den Vortritt gelassen und mich zurück gehalten. Man ist ja schließlich Lehrer/Erzieher und nicht mehr Teil der Verantwortungsbedürftigen. Highlight des Tages war ganz klar die Delfinshow. Klar, eigentlich Tierquälerei, aber ich wollte nicht den Moralapostell raushängen lassen und habe die Show an diesem Tag einfach mal genossen. War schon beeindruckend was für Tricks die Delfine drauf hatten, bis zu 50 verschiedene Signale können sie erkennen und verstehen. Wir saßen relativ weit hinten und seitlich, das war aber sehr gut, die Delfine haben die Personen, die vorne in der Mitte saßen nicht nur nass gespritzt, die wurden gerade zu geflutet. Da war ich recht glücklich über unseren trockenen Platz :) Es hat zwar viel Spaß gemacht durch das Auqarium zu ziehen, war aber auch echt anstrengend, denn zum Einen fande ich es recht voll und zum Anderen hatte ich das Gefühl irgendjemand hätte den Kindern Koffein ins Frühstück gekippt. Gerade auf der Busfahrt hin und zurück waren sie wirklich ziemlich laut und zappelig. Nachmittags im Schulbus waren sie dann zum Glück wieder eher erschöpft und haben sich eher ruhig verhalten.Die letzten drei Tage der Summerschool standen im Kindergarten ganz im Zeichen der Piraterie. Wir haben Piratenhüte und Pirattenschiffe gebastelt, letzter waren leider nicht schwimmfähig, auch wenn wir ewig versucht haben sie irgendwie zum Schwimmen zu bringen. Die Ende der Woche und der letzte Tag der Summerschool wurde dann in einer Schatzsuche und einer Wasserbombenschlacht gekrönt. Die Kinder wurden von Hinweisen von einem Raum in der nächsten geschickt, bis sie alle Teile der Schatzkarte zusammen gesammelt hatten, die sie dann zum Sandkasten lotse, in der Laura und ich zuvor zwei Schatzkisten vergraben hatten. Feierlich wurden der Schatz, Süßigkeiten, dann unter den Piraten aufgeteilt. Nach dem Wasserbombenscharmützel auf dem Schulhof sind wir dann wie jeden Nachmittag (an dem das Wetter es zugelassen hat) schwimmen gegangen und am letzten Tag habe auch ich es mir nicht nehmen lassen mit den Kindern im seichten Wasser zu planschen. Leider mussten wir wegen des aufziehenden Taifuns und einer nahenden Regenfront schon vorzeitig wieder zurück zur Schule.
Als die Kindern dann gegangen waren und der Bus mich wieder zurück zur Schule gebracht hatte, saßen die Lehrer noch in der Schule zusammen, haben etwas getrunken, Snacks gegessen und geplaudert. Alle Kollegen sind echt nett und es hat viel Spaß gemacht, auch wenn ich mit meinen 19 Jahren mit deutlich der Jüngste bin. Als es dann nach Hause ging hatte der Regen begonnen richtig loszulegen und ich hatte natürlich keinen Schirm dabei. An der Schule gibt es eine Menge herrenloser Schirme und Chris, während der Summerschool quasi mein Boss, meinte wir könnten uns da gerne bedienen. Fast hätte ich einen einfachen schwarzen Schirm genommen, da meinte Chris: "Why not a pink one?" Ich darauf nur: "Good call!" und bin also mit einem pink gemusterten Kinderschirm abends durch den Regen gelaufen. Muss ein herrlicher Anblick gewesen sein. Manchmal kann ich mich einfach nicht ernst nehmen :D
Am Freitagabend wollten wir dann endlich mal einen Club unsicher machen, haben den Club der uns empfohlen wurde dann auch irgendwann gefunden, nur gab es ein winziges Problem. Ich bin zu jung :( Am Eingang wurden IDs kontrolliert und der Einlass war nur 20+. Tja, ich wolte den anderen nicht den Abend versauen und es war okay für mich wenn sie ohne mich in den Club gehen. Immerhin bin ich so zu einem schönen Spaziergang durch den sommerlich warmen Taifunregen gekommen. War wirklich schön :)
Am Samstag hieß es Abends dann Party, Bonnie geht bald zurück nach Amerika und es gab noch eine Abschiedsparty. Kurz zusammengefasst: Alkohol, eine Menge interessanter Leute, einige Tränen und eine Meinge Spaß. Das beste des Abends allerdings: Als sich gegen drei Uhr nachts die Party dann aufzulösen begann, sind wir mit der Share-House-Truppe noch Ramen essen geganen. Ramen schmecken ja so schon gut, aber nachts um drei und leicht beschwipst sind sie nochmal eine Stufe besser :D
Sonntags bin ich dann zum M15 Gameday gegangen, ein Magictunier. Leider habe ich verloren, ziemlich deutlich sogar, aber trotzdem hatte ich eine Menge Spaß, es geht ja schließlich um den Spaß und nicht um den Sieg. Und die schicke GameDay Promokarte haben eh alle bekommen :) Die Leute waren nett und ich konnte mich mit einigen sogar ansatzweise verständigen. Demnächst ist der GP Kobe, ein richtig großes, professionelles Tunier. Ich bin mir noch nicht sicher ob ich da hingehe, das wurde nochmal eine mittelgroße Investion sein, billig wäre es nicht, aber Lust hätte ich auf jeden Fall.
Von Montag, also gestern, werde ich später erzählen, ich kann nur schonmal sagen, dass der Hafen hier in Kobe unglaublich schön sein kann :)
Dienstag, 5. August 2014
Work and Weekend #02 Fireworks!
Wieder nicht ganz so pünktlich wie geplant, aber daran werdet ihr euch wohl gewöhnen müssen, Pünktlichkeit mit dem Blog kann hier schwierig werden. Ich gebe mir aber beste Mühe und ganz platt gesagt, verpflichtet bin ich keinem :P
Die Arbeitswoche war nicht sehr eventreich, aber einfach eine lockere Summerschoolwoche, also auch nicht langweilig. Am Dienstag waren wir in einem Sciene-Museum, also so ein interaktives Museum mit einer Menge Spielereien, verblüffenden Wissenschaftsphänomenen zum selbst ausprobieren. Für die Kinder natürlich ein Riesenspaß, für die Großen zwar ein alter Hut, irgendwann kennt man die Bälle die in einer Luftsäule tanzen oder den Sand der durch Vibrationen faszinierende Muster bildet, aber dennoch auch ein spaßiges Erlebnis. Es war einfach schön von den Kinder von einer Attraktion zur nächsten geschleppt zu werden, wo diese dann mit großen Augen bestaunt wird. Man muss selbst also gar nicht so spannend finden, die Kinder schaffen es schon einen für etwas zu begeistern. Zum Abschluss des Museumsbesuches ging es dann in das zugehörige Planetarium. Dort wurde zunächst, auf Japanisch natürlich der Nachthimmel über Kobe und welche Sternenbilder man hier sehen kann erläutert, zumindest so weit ich das beurteilen kann. Der Storyline des darauf folgenden Filmes, der deutlich auf ein Publikum der Altersklasse 4-10 ausgerichtet war, konnte ich dann ehrlich gesagt nicht mehr vollständig folgen. Das lag zum einen an meinen mangelnden Japanischkenntnissen, zum anderen an der aufkommenden Erschöpfung im Verbund mit der angenehmen Dunkelheit des Planetariums. Ich musste aber nicht geweckt werden, das Finale der Show hat mich rechtzeitig aus dem Schlaf gerissen :) Alles in allem aber ein sehr spannender und spaßiger Tag.
Der Rest der Woche verlief wie gesagt standartmäßig und ruhig, keine all zu besonderen Vorkommnisse. Morgens Morgenkreis mit Gesang und Spielen, dann Morgenkreis im Kindergarten, Englischstunde, Snack, Bastelarbeiten, Lunch, Zeit zum Spielen, Storytime und Nachmittags schwimmen gehen. Letzte Woche stand die Sonne noch prall am Himmel, am Wochenende fing es dann an zu regnen. Wir haben am Donnerstag allerdings etwas sehr schönes gebastelt. Es gab drei Gruppen, eine bastelte Wale, eine Kugelfische und eine Schildkröten. Da Schildkröten einfach der Hammer sind bin ich ganz fix in die Schildkrötengruppe eingestiegen. Ich war mit dem Ergebnis sehr zufrieden, ich meine welche Schildkröte ist schon so cool und trägt Sonnenbrille? Donnerstags nach der Arbeit statte ich dann wie bereits berichtet Schrattenbach einen Besuch ab, aber da folgt noch Folge 2.
Mit Freitag wurde dann das Wochenende eingeläutet. Und was gibt es Freitags noch? Natürlich FridayNightMagic, kurz FNM. Ich als alter Magic-Nerd konnte es mir nicht verkneifen zu einem nah gelegenen Gameshop zu laufen und mich für das wöchentliche Turnier einzutragen. Von halb 5 bis etwa halb 9 hieß es dann Magic kloppen. Ganz so erfolgreich ist es nicht gelaufen (1-2-0), aber es hat eine Menge Spaß gemacht und irgendwie hab ich es auch geschafft Regelfragen auf Japenglisch aus zu diskutieren. Nächste Woche werde ich keine Zeit haben, aber wann immer ich Zeit habe werde ich wieder mitspielen :) Für alle die etwas tiefer in der Materie sind: ich habe Selesnya Constellation gespielt, gegen Esper Control und Gruul Ramp verloren und dann im letzten Match gegen Simic Ramp gewonnen. Na, verwirrt? ;)
Am Samstag hieß es dann: Feuerwerk! Zumindest am Abend, aber zu so einem Feuerwerk geht man natürlich nicht ganz unvorbereitet und im original traditionell-japanischen Yukata, einer Art leichtem Sommerkimono. Also hieß es am Vormittag erst mal Yukata-Shopping. Im Sannomiya-Center gibt es so einige Läden die eine große Auswahl zu bieten haben, da gibt es die verschiedensten Muster und Farben, zumindest für die Damen, die Herren tragen eher dezente, schwarz/grau/blaue Muster, aber das soll mir ganz recht sein. Blumen sind zwar schick, aber ich war mit meinem schwarz-lila Streifenmuster mit Akzenten sehr zufrieden. Zumal die Herrenvarianten sehr leicht zu tragen sind im Vergleich mit denen der Damen, bei denen das korrekte Binden des Gürtels einer Kunst gleich kommt. Am Abend ging es dann also mit der Sharehouse-Truppe an den Hafen, der bald vom bunten Licht des Feuerwerks erleuchtet war. Dazu ein Heineken und nette Gesellschaft und man hat den Samstagabend gut verbracht. Als das farbenfrohe Spektakel dann vorbei war, haben wir an den Buden noch die verschiedensten Speisen genossen, von Nudeln über diverse Fleischgerichte bis hin zu Eis und anderen süßen Sünden. Aber damit war der Samstag noch nicht vorbei, im Anschluss gab es eine Überraschungsgeburtstagsparty in Pauls Bar. Leckerer Kuchen, ein zwei Drinks und der Abend wurde länger und länger. Irgendwann ging es dann doch ins Bett, der Sonntag sollte noch produktiv genutzt werden.
Und das wurde er dann auch. Wieder wurde kräftig am Commonroom gearbeitet, in ein bis zwei Wochen sollte dieser fertig gestelllt sein. Aber wer arbeitet der darf auch essen. Zum Abend ging es gemeinsam in ein Ramen-Restaurante just auf der anderen Straßenseite und ich muss sagen, dass ich selten so gut gegessen habe. Vielleicht lag es daran, dass das Abendessen an diesem Sonntag meine erste Mahlzeit war, aber es war wirklich unglaublich lecker. Diesen Laden werde ich definitiv öfter besuchen :)
Die Arbeitswoche war nicht sehr eventreich, aber einfach eine lockere Summerschoolwoche, also auch nicht langweilig. Am Dienstag waren wir in einem Sciene-Museum, also so ein interaktives Museum mit einer Menge Spielereien, verblüffenden Wissenschaftsphänomenen zum selbst ausprobieren. Für die Kinder natürlich ein Riesenspaß, für die Großen zwar ein alter Hut, irgendwann kennt man die Bälle die in einer Luftsäule tanzen oder den Sand der durch Vibrationen faszinierende Muster bildet, aber dennoch auch ein spaßiges Erlebnis. Es war einfach schön von den Kinder von einer Attraktion zur nächsten geschleppt zu werden, wo diese dann mit großen Augen bestaunt wird. Man muss selbst also gar nicht so spannend finden, die Kinder schaffen es schon einen für etwas zu begeistern. Zum Abschluss des Museumsbesuches ging es dann in das zugehörige Planetarium. Dort wurde zunächst, auf Japanisch natürlich der Nachthimmel über Kobe und welche Sternenbilder man hier sehen kann erläutert, zumindest so weit ich das beurteilen kann. Der Storyline des darauf folgenden Filmes, der deutlich auf ein Publikum der Altersklasse 4-10 ausgerichtet war, konnte ich dann ehrlich gesagt nicht mehr vollständig folgen. Das lag zum einen an meinen mangelnden Japanischkenntnissen, zum anderen an der aufkommenden Erschöpfung im Verbund mit der angenehmen Dunkelheit des Planetariums. Ich musste aber nicht geweckt werden, das Finale der Show hat mich rechtzeitig aus dem Schlaf gerissen :) Alles in allem aber ein sehr spannender und spaßiger Tag.
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| Sonnenbrille? Check! Stylerfrisur? Check! |
Mit Freitag wurde dann das Wochenende eingeläutet. Und was gibt es Freitags noch? Natürlich FridayNightMagic, kurz FNM. Ich als alter Magic-Nerd konnte es mir nicht verkneifen zu einem nah gelegenen Gameshop zu laufen und mich für das wöchentliche Turnier einzutragen. Von halb 5 bis etwa halb 9 hieß es dann Magic kloppen. Ganz so erfolgreich ist es nicht gelaufen (1-2-0), aber es hat eine Menge Spaß gemacht und irgendwie hab ich es auch geschafft Regelfragen auf Japenglisch aus zu diskutieren. Nächste Woche werde ich keine Zeit haben, aber wann immer ich Zeit habe werde ich wieder mitspielen :) Für alle die etwas tiefer in der Materie sind: ich habe Selesnya Constellation gespielt, gegen Esper Control und Gruul Ramp verloren und dann im letzten Match gegen Simic Ramp gewonnen. Na, verwirrt? ;)
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| Magicabteilung des Gameshops |
Und das wurde er dann auch. Wieder wurde kräftig am Commonroom gearbeitet, in ein bis zwei Wochen sollte dieser fertig gestelllt sein. Aber wer arbeitet der darf auch essen. Zum Abend ging es gemeinsam in ein Ramen-Restaurante just auf der anderen Straßenseite und ich muss sagen, dass ich selten so gut gegessen habe. Vielleicht lag es daran, dass das Abendessen an diesem Sonntag meine erste Mahlzeit war, aber es war wirklich unglaublich lecker. Diesen Laden werde ich definitiv öfter besuchen :)
Freitag, 1. August 2014
Missionen: Schrattenbach
Heute mal ein kurzer, knackiger Post zwischen durch, am Sonntag versuche ich pünktlich den Wochenbericht fertig zu haben :)Ganz unvorbereitet, man mag es kaum glauben, bin ich natürlich nicht nach Japan gegangen, die eine oder andere Information habe ich bereits im voraus eingeholt. Aber nicht nur ich habe das getan, meine Familie, wahrscheinlich hauptsächlich aus Sorge, hat sich auch ausgiebig über Kobe und Umgebung informiert. So hat mein Vater zum Beispiel nach deutschen Bäckereien in Kobe gesucht, denn so ein ganzes Jahr ohne Brot kommt man ja auch nicht aus und ist auch fündig geworden. Bäckerei und Café Schrattenbach, eine deutsche Bäckerei gar nicht weit von Rokko Island und Sumiyoshi (Zughaltestelle an der ich jeden morgen in den Bus steige) entfernt. Schon vor meiner Abreise hatte ich mir also schon fest vorgenommen mir regelmäßig ein gutes, deutsches Vollkornbrot bei Schrattenbach zu holen. Am Donnerstag habe ich mich dann auf den Weg gemacht. Schnell im Internet die Adresse rausgesucht, Screenshot von GoogleMaps auf dem Handy gespeichert und auf von Sumiyoshi zur Bäckerei. Und ich habe sie tatsächlich gefunden. Klein und gemutlich sieht sie aus, keine 10 Minuten von der Haltestelle entfernt. Mission "Deutsches Brot" erfüllt? Fast. Leider hat die Bäckerei für zwei Wochen geschlossen, ich muss also nochmal wiederkommen, was ich aber auf jeden Fall tun werde. In den zwei Wochen habe ich Zeit Leberwurst zu suchen, denn das Brot soll ja auch richtig schön deutsch belegt sein. :)
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